Der Mann

Paracelsus stammt aus einfachen Verhältnissen. Ein besonders enger Kontakt zum Vater, der den Grad eines Lizentiaten der Medizin erworben hatte, wird den jungen Theophrastus bewogen haben, Arzt zu werden. Nach Unterweisungen durch den Vater, dem Besuch von Klosterschulen und verschiedener Universitäten schließt Paracelsus 1516 das Medizinstudium in Ferrara/Oberitalien mit der Promotion zum Doktor beider Arzneien (Innere Medizin und Chirurgie) ab. Seine nahezu neunjährige Wanderung durch fast alle europäischen Staaten, seine Teilnahme an drei Kriegen als Militärarzt, seine Kontakte zu führenden Politikern und Humanisten, aber auch zu ungezählten Kranken und Benachteiligten, lassen den gebildeten Paracelsus nicht nur wertvolle Erfahrungen als Arzt gewinnen, sondern den Geist von Humanismus, Renaissance und Reformation ebenso kennenlernen, wie die Schwächen von Staat und Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft. Grundlage seines Wirkens ist die Ethik der Liebe zum Menschen neben uns.

PARACELSUS öffnet in seinem unruhigen und beschwerlichen Leben der Freiheit menschlichen Denkens und Wirkens zukunftweisende Wege.

Stark verachtet werde ich darum,
daß ich meiner Lebtag nie
einen Ort des Bleibens hatte,
da ich nicht hinter dem Ofen gesessen bin
und Birnen gebraten habe.

Paracelsus, 1/X/224