Bildungsreise Elsass 2014

Matthias Kummer, Deutsche Bombastus-Gesellschaft e. V.

Reiseprotokoll

Wieder eine überaus gelungene Fahrt mit einem excellent führenden Reisebegleiter (Herr Volkmar Barthold), der uns kurzweilig, humorvoll und fachlich verständlich historische und aktuelle Fakten sowohl während der Reise als auch an den jeweiligen Orten vermittelte.

30. Oktober

Insgesamt 10-stündige Busfahrt nach Freyburg im Breisgau mit Abstecher zur Kathedrale St. Blasien im Hochschwarzwald mit der drittgrößten freitragenden Kuppel Europas.

St. Blasien im Hochschwarzwald
St. Blasien im Hochschwarzwald

Im Hotel „Zum Roten Ochsen“ in Wolfenweiler erwartete man uns schon sehnlichst zu einer Weinverkostung Badischer Weine.

31. Oktober (Reformationstag)

Auf dem Programm stand die Stadt Colmar im Elsaß – kurze Wirkungsstätte von Bombastus Paracelsus von Hohenheim auf seinen Wanderungen durch den süddeutschen Raum nach seinem fluchtartigen Verlassen Basels im Jahr 1528. Die Stadt Colmar ist ein Juwel an Kunst, Kultur und Geschichte. Wir besuchten den wegen Renovierungsarbeiten im Museum Unterlinden in die Dominikanerkirche (L‘Eglise des Dominicains) ausgelagerten „Isenheimer Altar“ von Matthias Grünewald (gemalt zwischen 1510 und 1516), Prunkstück der Colmarer Sammlung und geltend als eines der Welt-Hauptwerke historischer Kunst.

Der weltberühmte Isenheimer Altar
Der weltberühmte Isenheimer Altar

Unser Spaziergang bei herrlichem Sonnenschein führte uns auch zum Kai des Fischerviertels (Quai de la Poisonnerie).

Fischerviertel von Colmar
Fischerviertel von Colmar

Wir erlebten eindrucksvoll eine atemberaubende Kurzfassung von mehr als tausend Jahren europäischer Geschichte.

Den „Höhepunkt“ unserer Tagestour bildete die Burganlage Hochkönigsburg (Haut-Koenigsbourg) am Osthang der Vogesen auf 730 m Höhe gelegen – zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm II. wieder aufgebaut und als Museum zugänglich gemacht.

Hochkönigsburg in den Vogesen
Hochkönigsburg in den Vogesen

1. November

Straßburg (Strasbourg) – mit mehr als 270.000 Einwohnern die größte Stadt im Elsaß – begrüßte uns ebenfalls im Sonnenschein. Eine wachsende Stadt, Straßenbahnanbindung auf die andere Seite des Rheins (hier liegt Kehl), gefördert aus Mitteln der EU, Musterstadt der Deutsch-Französischen Freundschaft. Beeindruckende Profanbauten, wie Kammerzellhaus, der Kléberplatz, aufwändig restauriert, riefen unsere Bewunderung hervor. Auch hier finden wir 1526 im akademischen Umfeld Spuren von Paracelsus, ebenso von Johannes Tauler, Johannes Gutenberg, Johann Wolfgang Goethe.

Universität Straßburg, Mittelstatue stellt Paracelsus dar
Universität Straßburg, Mittelstatue stellt Paracelsus dar

Monumental und zierlich in einem: Das Straßburger Münster. Es zählt zu den größten Sandsteinbauten der Welt. Das und Vieles mehr erfuhren wir von unserem jungen elsässischen Führer in einem einstündigen Rundgang im Münster.

Das Straßburger Münster
Das Straßburger Münster

Schwindelfreie konnten noch die Aussicht vom Plateau des Münsters über die Stadt und das Rheintal mit Königstuhl im Osten und Vogesen im Westen in der Nachmittagssonne auf sich wirken lassen.

Blick vom Straßburger Münster nach Osten über die Stadt
Blick vom Straßburger Münster nach Osten über die Stadt

Auf der Rückfahrt musste unbedingt noch eines der vielen malerischen Weindörfer – Reichenweiher – besucht und ein guter Schluck Weines genossen (und gekauft) werden.

Malerische Fahrt nach Reichenweiher - Riquewihr - durch die endlosen Weinberge
Malerische Fahrt nach Reichenweiher - Riquewihr - durch die "endlosen" Weinberge
In Reichenweiher - Riquewihr -
In Reichenweiher - Riquewihr -

Der Abend im Hotel klang mit einer unterhaltsamen „Lehrveranstaltung“ im Herstellen einer Schwarzwälder Kirschtorte, assistiert von zwei unserer Teilnehmer, aus.

2. November

Dieser Tag gehörte der Heimfahrt. Gestartet wurde nach einem ausgiebigen und abwechslungsreichen Frühstück.
Ohne Stau langten wir nach 680 km gegen 21 Uhr wohlbehalten und voller nachzubereitender Eindrücke in Dresden an.